Ende der Ausstellung in Weimar. TOD eines Urgesteins des C.Keller Weimar

Donnerstag . Zeit des Abbaus. Andere wollen auch noch ihre Ausstellung im C.Keller präsentieren. Meine Kunst muss weichen. Hänger holen bei Gmach. Auf nach Weimar. Erst mal das ganze Gespann auf den Fußweg plazieren vor die Galerie. Tür steht offen. Ich gehe hinein ins Dunkel und suche den Lichtschalter. Wirkt irgenwie duster heute der Schuppen. Ich steige die Treppe hinauf und rufe und gucke. Keiner da. Ich rufe lauter. Ah der Jens kommt die Treppe runter. Guckt mich an und sagt die schrecklichen Worte: „Sebastian ist gestern gestorben…“ WTF dachte ich. Konnte es gleichzeitig nicht in meinen Gehirnskasten aufnehmen und glauben. Wie jetzt der freundliche, blond gefärbte junge Mann der voller Elan die Küche schmeißt und schon seit den Neunzigern hier mit die Bude rockt? der Sebastian, mit dem ich mich noch eine Woche zuvor so gut unterhalten habe. Über die guten alten Zeiten. Über Simsons mit W50 Rücklichtern. Über „den Osten“ in Weimar. Über Gott und die Welt. Und die Geschichte wie er zu seinem extra scharfen und ungewöhnlichen Küchenmesser kam. Über die Motorräder die er fuhr und besaß. Über schräge Nachbarn in seinem Wohnhaus.  Der Sebastian? Scheiße ja, der Sebastian. Ich ging kopfschüttelnd und ungläubig über diese Welt an den Abbau, mit aller Kraft die Fassung wahrend. Der Tod hatte wieder mal die Kunst überschattet. Zu der Eröffnung des Turbinenhauses in Naumburg starb meine Großmutter.  Und nun jemand dessen Zeit eigentlich noch nicht gekommen war. Nicht mal ein Unfall war es. Er starb allein in seiner Wohnung. Herzversagen mit Mitte vierzig.

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Auf diesem Bild seht ihr Sebastian wie er mit Lächeln und Sekt-Tablett den Leuten Freude (ein)schenkt

Mein Glaube in die Funktion, und auch das Wissen durch die Grundlagenforschung,  an das Universum können mir nicht erkären warum er gehen musste. Aber eins weiss ich. Er ist nicht weg. Man könnte jetzt solchen Schmuss schreiben wie: „Er bleibt in unseren Herzen erhalten.“ oder „Da wo er jetzt ist gibt es keine Probleme.“ Nee, das ist nicht mein Ding. Gar nicht. Wir Menschen nehmen das Leben in seiner Dauer nur halb wahr. Wir erkenne nur den Teil den wir sehen , hören und fühlen können. Der Körper in seiner materiellen Form wie er den Menschen abbildet in unserer Realität ist bei weitem nicht alles.  Stirbt der Körper ist das Wesen nicht weg. Die Energie kann nur umgewandelt werden und geht niemals verloren. Ein fundamentaler Grundsatz der Physik. Warum tun dann Menschen so als wäre alles vorbei wenn jemand stirbt? Wir nehmen doch lediglich die Halbschwingung wahr und zwar den Teil der nur in der materiellen Welt existiert. Der andere Teil der  Halbschwingung verläuft in einer Ebene die wir nicht wahr nehmen können mit unseren Sinnen, bis auf ganz Wenige. Ist diese Schwingung komplett durchlaufen, entsteht wieder neues materielles Leben. Ein neuer Körper, ein neues Gefährt mit dem unser Bewusstsein wieder eine Lebenszeit materiell durchläuft. Es gibt keinen endgültigen Tod. Unsere Urahnen wussten das und kommende Generationen werden es wieder wissen. Die Quantenphysik hat es bereits bestätigt.

In diesem Sinne. Gute Reise Sebastian. Wir sehen uns….

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