Leipzig „OFFENE ATELIERS“ 2016

oa2016_screen2Wieder einmal habe ich mit meinem holländischen Kumpel Guus ein paar Worte und Bilder meiner Skulpturen getauscht auf digitalem smartphonalem Wege. Er meinte so: „Warum gehst Du nicht zu den „OPEN Ateliers“ ?“ . Zack, Googelrine angeworfen und siehe da, und gleichzeitig  OH SCHRECK, in zwei Tagen ist eines dieser Events der Leipziger Kunst-Szene namens „Offene Ateliers“. Nach dem kläglichen und leider erfolglosen Versuch noch etwas in puncto blitzartiger Ausstellung zu rocken, entschloss ich mich dafür hin zu fahren und einfach mal zu gucken was die Künstler da so treiben. Das Telefongespräch mit der Veranstaltungserfinderin Frau Dr. Barbara Röhner von ARS AVANTI e.V. war dennoch sehr heiter und entspannt. Und ich freue mich schon auf den nächsten Kontakt und einer Zusammenarbeit spätestens im nächsten Jahr mit Ihr.

Nun mal zu meinem Trip in die Ateliers der Künstler. Zuerst zog es mich ins WESTWERK. Das lag daran das ich eigentlich vor hatte erst mal ins „WESTFACH“ zu gucken, einem Szeneladen direkt neben dem Westwerk. Und mich von dort aus weiter zu orientieren mit etwas Hilfe der dortigen Leute die ich treffen könnte. Doch der Laden war zu. Egal. Da ich viel zu früh ankam gönnte ich mir eine Tasse Baileys-Schokolade und ein Stück Windbeuteltorte in dem gegenüberliegenden kleinen aber feinen Cafe. Und dann gings los. Rein ins Westwerk. Super Räumlichkeiten mit dem Scharm eines abgelegten Industriegebäudes. Liegt wohl daran das es eines ist. Zuerst schaute ich bei Ronny Waleska , einem Fotografen vorbei. Super symphatischer Typ. Eindrucksvolle Fotografien und echt zu empfehlen wenn man einen Fotografen sucht der interdisziplinär unterwegs ist und spitzen Kontakte hat. Danke Ronny, an dieser Stelle.  Dann kam ich zu einer Videoperformance in der kein einziger der Performer anwesend war. Dafür aber Marlet Heckhoff. Sie besitzt ein relativ kleines und verstecktes Atelier. Voll mit fertigen Bildern. Stapelweise, alle Wände voll! Wer Sie kennt weiss was da dahinter steckt, hinter Ihrer Arbeit. Mehr als faszinierend ist ihr intergalaktischer Brutalismus. Muss man gesehen haben.Ich hätte mir gerne mehrere Ihrer Bilder gekauft. Dazu muss ich aber erst mal etwas „Schottern gehen“.  Nach einem Gespräch mit Ihr fällt jedem auf das diese Frau enorm viel Power hat und die Kreativität einen Weg gefunden hat sich aus Ihr zu manifestieren in einer enormen Flut von Bildern die auch noch von hoher Qualität sind. Dabei ist Sie unglaublich bescheiden und zurückhaltend. Es war für mich eine Ehre sie kennen lernen zu dürfen. Nach der „Inspizierung “ des Westwerks ging es weiter. Markranstädter Straße zu Marcel Schäfer oder auch „Pappenhaimer“ genannt. Upcycling und Möbel und Lampen. Mit einer gemeinsamen  Affinität zum Science-Fiction und real umsetzbaren architektonischen und technischen Zukunftskonzepten für die kommenden Generationen von Menschen, habe ich einen absolut Gleichgesinnten getroffen. Er hat sein Atelier im ehemaligen Konferenzraum der SIMSON Vergaserwerke in Leipzig. War natürlich für mich als Motorradfreak besonderes spannend. Mit vielen Tipps und Informationen für meine eigene Arbeit bin ich dann leider weg von ihm, aber hin zum Philipp Orlowski, über den Flur nach nebenan. Maler seiner Zunft und mit einem extravaganten Stil in Bezug auf surrealem Realismus. Wenn es sowas überhaupt gibt. So würde ich aber seine Werke bezeichnen. Ein sehr symphatischer und aufgeschlossener junger Mann der auch noch prima Gitarre spielt.  In seinem Atelier traf ich fast zeitgleich auf eine weitere Künstlerin,  die Franziska Kilger. Nach kurzem Smalltalk nahm Sie mich mit in ihr Atelier gegenüber auf der anderen Straßenseite vom ehemaligen SIMSON Komplex. Und dort blieb ich dann bis zum Ende.  Nicht nur weil Sie eine unglaubliche Persöhnlichkeit besitzt sondern auch ein wahnsinniges Talent. Portraits im KING SIZE Format von Schauspielern und Stars der vergangenen Epochen. Gut,  machen Viele werdet Ihr jetzt sagen. ABER. Es ist so als hätte Franziska jeden Ihrer Motive persönlich getroffen und seine Seele eingefangen um diese dann auf der Leinwand zu verewigen. Beim Blick in die Augen der Gesichter sieht man direkt und „volle Bude“ in diese Seelen hinein. Es war ein besonderes Vergnügen mich mit Ihr zu unterhalten. Aus dem Smalltalk wurde eine über alle Maßen tiefgründige Konversation.  Und es war auch ziemlich „strange“ zugleich. Es kam mir so vor als würde ich in einen Spiegel schauen. Als hätte ich mich selbst getroffen nur in eine überaus attraktive weibliche Form verpackt. Eine solche Gleichheit in den Ansichten, Vorlieben und der Art der Selbstreflexion und vor allem und im Besonderen in der Wahrnehmung der Welt habe ich zuvor noch nie erlebt. Ein ganz ganz ganz besonderer Mensch. Ohne jetzt das hier gleich in Selbstlob narzisstisch umzuwandeln, wenn ich das so schreibe selbstverständlich. Und wie auch ich, hat Sie einen Menschen an Ihrer Seite der mit Rationalität und klarer Struktur den Fels in der Brandung bildet. So muss das wahrscheinlich sein damit man den Boden unter den Füßen nicht verliert.

Als Fazit ist zu sagen. Ich hoffe inständig alle wieder zu sehen und weitere Gespräche zu führen und Erlebnisse zu teilen. Und wenn es das Universum zulässt, eine gemeinsame Ausstellung zu gestalten.

Links zu allen Künstlern findet Ihr HIER! in chronologischer Reihenfolge wie ich Sie traf:

Ronny Waleska

Marlet Heckhoff

Marcel Schäfer „Pappenhaimer“

Philipp Orlowski

Franziska Kilger

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